Gedanken über Gedanken Archive - Stefanie Gralewski

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Von Himmelfahrten, Kirschkernen und anderen Angstmachern

Vor einiger Zeit saß ich mit einigen lieben Kollegen und Kolleginnen zusammen. Bei einem Glas Wein erzählten wir uns lustige Anekdoten über unsere Kindheit. Eine der Kolleginnen erzählte eine Geschichte, die mich sehr nachdenklich machte – und irgendwie immer noch beschäftigt.

Sie erzählte davon, wie in ihrem Heimatdorf die Feierlichkeiten zu Christi Himmelfahrt von Statten gingen: Nahezu das ganze Dorf war mit geschmückten Kremsern und Pferdekutschen in einer Art Prozession unterwegs. Die Männer fuhren vorneweg, die Kinder und die Frauen folgten. Soweit ist das Ganze gar nicht ungewöhnlich, denn in nahezu jedem Dorf Deutschlands sind solche oder ähnliche Umzüge bekannt.

Das kleine Mädchen, das später meine liebe Kollegin werden sollte, war jedoch furchtbar besorgt: Sie hatte nämlich das Wort „Himmelfahrt“ aufgeschnappt. Nun befürchtete sie, dass die vorausfahrenden Kremser irgendwann quasi abheben und gen Himmel fahren würden. Und wer dort einmal war, kaum auch nicht wieder – das wusste das Mädchen schon. Den ganzen Tag ließ sie sich nicht beruhigen und kam erst abends zur Ruhe, als die Pferde wieder in ihren Ställen standen. Alle Erwachsenen amüsierten sich über diese Angst und befeuerten die Befürchtungen im Laufe des Jahres immer und immer wieder, um den „Gehorsam“ des Kindes zu „fördern“.

Natürlich schmunzelt man bei dieser Geschichte – so auch wir, wie wir dort nach einem langen Seminar zusammen saßen.

Angst ist immer noch das Mittel der Wahl in der Kindererziehung – traurig, oder?

Aber im Nachhinein ließ mir dieses Thema keine Ruhe. Ist es nicht auch heute so, dass Ängste einfach belächelt oder sogar willentlich geschürt werden? Gerade Kindern erzählt man doch gern Geschichten vom Monster unterm Bett, damit die Kleinen nachts nicht immer noch aufstehen.

Oder man berichtet von Karius und Baktus, die die Zähne furchtbar kaputt machen, wenn man nicht genügend putzt. Kirschbäume, die im Bauch wachsen, wenn man die Kerne verschluckt; ein Weihnachtsmann, der die Rute schwingt, wenn man nicht brav war; Daumen, die davon laufen, wenn man zu lange an ihnen nuckelt – diese zum Teil ziemlich gruseligen Geschichten werden erzählt, um Kinder in Bahnen zu lenken, oder damit Kinder „funktionieren“. Sie gelten auch in unserer Zeit als durchaus legitimes Mittel der Erziehung.
Wem wurde denn nicht schon mal gedroht, dass Gott traurig werde, wenn man nicht brav sei? Oder dass es regnen würde, wenn man nicht aufgegessen hat?

Auch Erwachsene lassen sich durch Angst sehr gut lenken!

Und das Spiel mit den Ängsten zieht sich auch durch das Erwachsenenleben: Wenn eine bestimmte Meinung bei den Menschen herrschen soll, werden gezielt Unwahrheiten verbreitet, die ängstigen. Denn das ist immer noch der einfachste und effektivste Weg der Manipulation.

Menschen, die Angst vor einer (womöglich sogar ausgedachten) Hölle (die ja niemand genau beschreiben kann, wenn es sie denn gibt) haben, laufen blindlings irgendwelchen Religionsführern hinterher, nur damit die (wenn auch kleine) Chance auf das Seelenheil das Leben leichter macht und die eigene Verantwortung für getroffene Entscheidungen abgegeben (oder mit sinnlosen religiösen Regeln zumindest gerechtfertigt) werden können.

Die Medien überschlagen sich mit furchtbaren Schlagzeilen und versuchen, sich nicht nur täglich selbst, sondern auch alle anderen Redakteure in brutaler Wortwahl und scheußlichen Vergleichen zu übertreffen. Man könnte meinen, dass sich eine Ausgabe besser verkauft, je grausiger die Schlagzeilen formuliert sind. Dabei sind verschiedenen Studien nach die Zeiten gar nicht schlimmer geworden, nur sind die Berichte dazu allgegenwärtig.

Immer schön an die eigene Nase fassen!


Und bevor wir jetzt auf die Weltpolitik oder die böse Zeitung mit den vier großen Buchstaben schimpfen, schauen wir doch mal ganz ehrlich und aufrichtig auf uns: Wann haben wir denn zum letzten Mal eine Geschichte stärker ausgeschmückt, als nötig? Wann haben wir uns selbst in eine Angst so sehr hineingesteigert, dass wir fast wie gelähmt waren? Lesen wir zum x-ten Mal einen Bericht über ein Unglück, um noch mehr Details zu erfahren?

Im spirituellen Bereich sprechen wir immer wieder davon, unsere Ängste loszulassen oder zu überwinden. Und das gelingt am besten, wenn wir sie gar nicht erst groß werden (oder noch besser gar nicht erst entstehen) lassen.

Laut Wikipedia ist Angst ein Gefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen äußert. Auslöser seien demnach erwartete Bedrohungen. ERWARTETE! Wir fürchten, dass etwas passieren KÖNNTE! Demnach wäre Angst nur eine Fantasie…

Statt von der Mücke zum Elefanten, lieber vom Elefanten zur Mücke

Ängste kann man schon im Anfangsstadium bekämpfen, wenn man sich einmal konkret bewusst macht, wovor genau man sich eigentlich fürchtet. Ist die Angst denn realistisch begründet (Z. B. bei heftigem Gewitter auf einem freien Feld zu stehen könnte gefährlich sein), der Grund faktisch nachweisbar (Ja, das rote Auto fährt wirklich schnell.)? Dann kann man sich auf Lösungssuche begeben (z. B. einen sicheren Unterschlupf im Unwetter zu suchen oder das Auto erst vorbeifahren zu lassen, bevor man die Straße betritt). Oder ist die Angst eher von anderen eingeimpft und dient der Manipulation oder Meinungsmache? Dann dürfen wir diese nämlich einfach ignorieren und uns positiven Gedanken zuwenden.

Statt eines „Pass auf, dass Du nicht hinfällst!“ könnten wir unseren Kindern ein „Hast Du gesehen, dass die Steine nass sind?“ mitgeben. Statt eines „Fall nicht runter!“ eher ein „Halt Dich gut fest!“.

Wir könnten der verschleierten Nachbarin einfach einen „Guten Tag!“ wünschen (und ignorieren, dass eine große Zeitung vor weiblichen, muslimischen Terroristen „warnt“).

Wir könnten uns einfach auf einen großartigen Tag freuen, wenn wir morgens aufstehen – dankbar, dass die allermeisten unserer Ängste völlig unbegründet sind.


„Die einzigen wirklich Feinde eines Menschen sind seine eigenen negativen Gedanken.“

Albert Einstein

Du bist zu weiblich, um …

Dass ich überhaupt wieder einen Blog schreibe, nachdem meine bisherigen Versuche immer elendig zugrunde gingen (weil ich zwischendurch irgendwie vergesse, dass ich überhaupt einen Blog habe oder aber irgendwie immer glaube, dass es doch keinen so recht interessiert, was ich zu sagen habe), finde ich nun doch ziemlich verwunderlich.
Aber die liebe Sara Menzel-Berger (die mir in den letzten 1,5 Jahren gemeinsamer Arbeit total ans Herz gewachsen ist) hat auf ihrem Blog eine Blogparade gestartet und das Thema hat mich so angepiekst, dass ich unbedingt meinen Senf dazugeben MUSSTE.
Also gab es ja keinen anderen Weg, als meine beiden alten „Blögge“ (wie ist eigentlich die Mehrzahl von Blog? Blogs?) hier auf meine Webseite umziehen zu lassen und den alten, staubigen Artikeln Leben einzuhauchen.

Als ich in den teilnehmenden Blogs die verschiedenen Artikel las, fiel mir auf, dass es immer nur um blonde Frauen zu gehen scheint. Von blonden Männern, die sich aufgrund ihrer Haarfarbe unbeholfen im technischen Sektor verhielten, hab ich nirgends gelesen. Also ist blond in dieser Frage gleichbedeutend mit weiblich? Geht der Satz dann nicht in die Richtung: „Ich bin dazu nicht fähig, weil ich eine Frau bin!“? Und geht es dann nicht grundsätzlich um eine naturgegebene Talentaufteilung zwischen Mann und Frau?

Ich erinnere mich an eine Episode, die mir eine Bekannte mal erzählte:

Sohn, ca. 8 Jahre, 2. Klasse. Im Unterricht sollen die Familien der Kinder gemalt werden. Der Junge malt hochkonzentriert und mit roten Wangen vor lauter Eifer vor sich hin. Als die Lehrerin hinter ihm stehen bleibt und sein Bild ansieht, möchte sie ihm ein wenig helfen und fragt: „Woran kann man denn erkennen, wer Mann und wer Frau ist? Welche Unterschiede gibt es? Was könntest Du noch malen, damit man das besser erkennt?“ Er überlegt höchst andächtig, schlägt sich dann vor die Stirn und ruft:
„Ach die Handtasche!“

Woran erkennt man denn nun, ob ein Mann oder eine Frau ein Technikproblem hat?

Eine Frau stellt sich selbst in Frage. Sie ist der Meinung, dass etwas mit ihr nicht stimmt, dass sie etwas übersehen hat. Sie fragt sich, ob sie nicht talentiert genug ist, um mit diesem oder jenem Programm umzugehen.

Ein Mann hingegen stellt das Programm in Frage. Er ist der Meinung, dass mit dem Programm etwas falsch läuft, dass irgendjemand irgendwo einen Fehler gemacht hat. An ihm selbst kann das ja nicht liegen – schließlich hat er in seinem Leben schon so viele Programme benutzt und die haben am Ende alle funktioniert (manche erst nach zig Neuinstallationen – aber egal).

Klar, denn Jungs sind ja schon in der Schule in Physik und Mathe echt clever und Mädchen können total gut Gedichte vortragen.

Wenn Du bis hier hin gelesen hast und Dich aufregst, dass ich längst überholte Klischees aufgreife und dass es viele technisch versierte Frauen gibt und ebenso viele männliche Technik-Legastheniker, dann hast Du vollkommen Recht. Obwohl ich schon glaube, dass es Unterschiede (auch in der Herangehensweise an Probleme) zwischen Mann und Frau gibt und ich die Beispiele hier nicht ganz verkehrt finde, lehne ich derartige pauschale Aufteilungen ab. Ich bin unendlich genervt davon, dass bestimmte Dinge eben so typisch Frau oder so typisch Mann sind. Ich bin genervt davon, dass alle nach Gleichberechtigung schreien, es im Baumarkt aber rosa-farbene Bohrmaschinen gibt. Warum zum Geier? Leichtere Geräte oder für Menschen mit kleinen Händen – ok. Aber ernsthaft – rosa? Ich bin genervt von durch die Medien tippelnden Berufs-Blondinen (eher Berufs-Idiotinnen), die sich daran erfreuen, nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein und trotzdem im Geld zu schwimmen.

Und obwohl ich mir doch sehr emanzipiert vorkomme (und so überhaupt nicht blond bin), erfahre ich manchmal eine sehr merkwürdige Art von Diskriminierung. Mir wurde vor einigen Tagen gesagt, ein bestimmter Gin wäre eher nichts für Frauen, sondern nur für Männer. Als ich fragte, warum, gab es keine konkrete Antwort. Ehrlich gesagt habe ich auch nicht beobachten können, dass der „Männer-Gin“ durch den Penis getrunken wurde… Ich wüsste daher nicht, warum das Geschlecht des Trinkers eine Rolle spielen sollte…

Und so geht es tagein tagaus:

  • Du kannst das nicht, weil Du ein Mädchen bist…
  • Jungs machen so etwas aber nicht…
  • Du kannst doch nicht wirklich glücklich sein, wenn Du so dick bist…
  • Als Mutter kann ich doch nicht jedes Wochenende tanzen gehen…
  • Du bist schon in der Schule faul gewesen, darum solltest Du Dich lieber nicht selbständig machen…
  • Sorry, aber irgendwie bin ich zu blond für die Technik…

Im Buddhismus gibt es eine sehr schöne Herangehensweise an Probleme. Buddha sagt nämlich, dass das Leben kein Problem ist, welches es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt. Unter diesem Gesichtspunkt könnte auch ein Technikthema eine Erfahrung darstellen, anstatt eines Problems. Du könntest also anstelle von „Dazu bin ich irgendwie zu blond“ so etwas sagen wie: „Das hab ich bisher noch nicht gemacht, aber ich probiere es einfach mal aus.“
Oder aber: „Darauf habe ich keine Lust. Ich suche jemanden, der das für mich übernimmt.“ Das wäre dann wenigstens ehrlich und Dein Gegenüber wüsste, dass er nicht den Erklärbären spielen muss, sondern einfach eine Dienstleistung erbringen soll.

Wir könnten nämlich auch die Limitierungen, die uns von außen aufgedrückt werden, ablehnen und uns selbst die Freiheit zugestehen, alles zu sein und zu tun, was wir wollen. Zwischen einer doofen Ausrede und einem glücklichen Leben steht nämlich oft nur eins: Unsere Entscheidung.

Morgens, 3 Uhr in Berlin…

Wie viele von Euch ja wissen, wohne ich in einem Plattenbau im äußersten Osten Berlins. Nein – bitte kein Mitleid – ich wohne gern hier! Die Infrastruktur ist großartig, es gibt ganz viel Grün und viele nette Nachbarn. Manchmal finden sich einige Nachbarn zu einem Kaffee zusammen, manchmal zum Sport… und manchmal treffen zwei dieser netten Nachbarn „aufeinander“, um gemeinsam …ähm… ja… aufzuräumen. Anders kann ich mir die verzückten Rufe über schmutzige Sachen und dreckige Stücke nicht erklären, die heute früh gegen 3 Uhr in mein geöffnetes Fenster drangen.

Während ich noch über die Vor- und Nachteile der Innenhof-Bauweise samt offener Fenster in dieser mehr als lauen Frühlingsnacht nachdachte, schien die Putzorgie in die Zielgerade zu kommen. Nun war von „Lappen“ und „schrubben“ die Rede.

Dann war – ziemlich abrupt – die Vorstellung zu Ende, was man an finalem Gejaule (wohl die Schlussarie) erkennen konnte. Und nicht nur mich hatte die Aufführung unterhalten: Aus den Fenstern mehrerer Wohnungen kam frenetischer Applaus.

Klopf, klopf – wer ist da?

Heute hatte ich mal wieder wahnsinnig viel Freude… Bei einem gemütlichen Kaffeeklatsch mit Freundinnen und Kolleginnen in meinem Wohnzimmer sitzend, denke ich an nichts böses. Plötzlich klingelt es an der Wohnungstür… nun gut – das kommt vor. Mein Sohn bewegt sich (wie sich das für ein echtes Puber-Tier gehört) mehr oder weniger widerwillig zur Tür. Dann taucht er plötzlich im Wohnzimmer auf: „Mama, da ist so eine kleine, blonde, dickliche Frau – irgendwie kenn ich die… mit Kamerateam und will einen Erwachsenen sprechen… „

Na wunderbar, denke ich, was kommt denn jetzt? So gehe ich mutigen Schrittes zur Tür. Schlau wie ich bin, schaue ich zuerst durch den Türspion. Doch wegen des Kamerascheinwerfers ist leider nichts weiter zu erkenne. 
Vorsichtig öffne ich die Tür… die „kleine, blonde, dickliche Frau“, die mein Sohn „irgendwie kennt“ ist…. (Trommelwirbel) Frau Julia Leischik (die Dame, die für Sat1 vermisste Personen sucht). Sie suche eine Frau, nennt den Namen… und tatsächlich… ich kenne bzw. kannte diese Frau und hätte reichlich Infos. Doch so ungeschminkt und unfrisiert möchte ich nicht vor die Kamera. Bin aber gern bereit, meine Infos ohne Kamera weiterzugeben… „Nee, dann nicht!“ lautet die mehr als unfreundliche Antwort und die Dame stiefelt davon…

Dass die Gesuchte in die Klasse meiner Schwester ging, meine Eltern gut mit ihren Eltern befreundet waren und sogar beim Umzug halfen (und damit auch wissen, wo Frau Leischik hätte weiter suchen müssen) … behalte ich daher für mich…

Merke: „Es ist leicht, einen leeren Kopf hoch zu tragen.“ Sprichwort aus dem Libanon

Fragen über Fragen…

Warum …

Warum eigentlich sitzen mir Männer im ICE gegenüber, die plötzlich ihre Schuhe ausziehen und auf den Sitz neben mir legen? Muss ich froh sein, dass sie mir ihre Füße nicht auf den Schoß gelegt und um eine Massage gebeten haben?

Warum eigentlich sitzen kübelnde Kinder eigentlich immer bei mir im Abteil? Und warum halten Väter der kübelnden Kinder ihren Nachwuchs so, dass sie ihnen zwar nicht auf die eigenen Schuhe reiern, wohl aber aufs Gepäck der Mitreisenden?

Warum werde ich gefragt, ob ich ausziehe, wenn ich ein Auto für einen Mittelaltermarkt packe? Und warum braucht man für einen Mittelaltermarkt soviel Zeugs?

Warum ist mir früher eigentlich mein Hausschlüssel immer genau IN den Gulli gefallen, wenn der Kaugummi, den ich hineinspucken wollte, immer daneben flog?

Warum eigentlich muss ich beim Stricken niesen und steche mir dabei mit einer Stricknadel fast ein Auge aus?

Warum eigentlich komme ich dauernd mit den Wochentagen durcheinander? Regelmäßig beschleicht mich dieses dumpfe Gefühl, zur falschen Zeit (also nicht Uhrzeit! Sondern eher am falschen Tag) am Ort des Termins zu sein. Nun muss man aber nicht glaube, dass ein Blick in meinen Kalender mich beruhigen würde… ich hab dann Angst, dass ich mich verschrieben haben könnte…

Warum eigentlich erwische ich das einzige Hotel auf der ganzen weiten Welt, wo man einen Termin für den Hotelpool vereinbaren muss? Kann ein Hotelpool bereits in einem Termin mit einem anderen Gast sein? Oder ist der Pool evtl. gerade zu Tisch?

Warum eigentlich werde ich 5 Minuten nachdem ich das Haus zur Gassirunde mit meinem Hund verlassen habe von Passanten angesprochen, ich solle dem armen Tier doch mal was zu trinken geben. Man sehe dem Hund ja an, dass ich schon lange in der Hitze (ok, 30 °C ist warm, mir auch^^) unterwegs wäre… -.-

Es regnet, es regnet – die Erde wird nass…

… es wachsen die Bäume, die Blumen und das Gras.

So ging doch ein altes Kinderlied, oder?
Ja, es regnet. Es regnet in Strömen. Warme Ströme sanften Regens ergießen sich über Berlin. Wie wundervoll. Der Durst der Berliner Bäume hat ein Ende. Die Wiesen erholen sich, sind schon wieder grün. Die kühle Luft weht wie ein dankbarer Seufzer durch die Natur.

Das Wetter hat sich geändert und wieder schimpfen die Leute. Die Leute schimpfen immer… Mal ist es zu warm… mal ist es zu kalt… dann wieder zu trocken… oder eben zu nass. Im Winter gibt es Schnee, das ist nunmal so. Gibt es keinen, ist es auch Anlass zur Beschwerde. Ich fand den vergangenen Winter toll. Klar hab ich auch mal geseufzt, wenn sich die Räder des Kinderwagens im festen Eisschnee festegefahren haben.

Der Sommer war bzw. ist sehr warm. Super! Vielen war er schon zu warm. Nun regnet es und die Leute stöhnen über den verregneten Sommer…

Ich verstehe es einfach nicht… wie seht Ihr das?

Nun sitze ich hier bei offenem Fenster, genieße den Duft des Regens und das Donnern des Gewitters

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