Jahreskreis Archive - Stefanie Gralewski

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Von Monaten, Monden und dem richtigen Zeitpunkt

Der Jahreskreis

„Jegliches hat seine Zeit,
Steine sammeln, Steine zerstreu’n,
Bäume pflanzen, Bäume abhau’n,
Leben und sterben und Frieden und Streit.“

Puhdys „Wenn ein Mensch lebt“

Auch energetisch gesehen, ist es wie in diesen Liedzeilen, die einige von Euch vielleicht kennen. Alles hat seine Zeit. Die Jahreszeiten, Monate, Monde, Wochen, Tage bis hin zu den einzelnen Stunden haben ganz unterschiedlich gelagerte Energien und Qualitäten, die wir für uns nutzen können.

Schon der Psychologe Carl Gustav Jung, der Pionier der psychologischen Astrologie, vertrat die Ansicht, dass es bestimmte Zeitqualitäten gibt, die man anhand astrologischer Berechnung ablesen könne. Er betonte dabei, dass die Planeten diese Zeitqualität nicht beeinflussen oder gar schaffen würden, sondern lediglich anzeigen würden – wie eine Uhr die Zeit nicht schafft, sondern nur anzeigt.

Wenn man nun davon ausgeht, dass jeder Moment eine spezielle Energie hat, dann bedeutet das auch, dass es für bestimmte Vorhaben passende und weniger passende Zeiten gibt. In der Magie wird genau das angenommen.
Die verschiedenen Götterfeste, Mondstände, Planetenläufe zeigen uns die richtigen Momente für weltliche Themen wie Umzüge, Gehaltsverhandlungen, Bewerbungsgespräche und Dates. Aber sie zeigen auch die passende Zeit für Liebeszauber, Geldkerzen und Meditationen.

So ist es zum Beispiel sinnvoll, sich den richtigen Moment für ein Gespräch mit dem Chef über die lange ersehnte Gehaltserhöhung herauszusuchen und nicht etwa einen Moment, der energetisch eher einer erhöhten Sparsamkeit entspricht.

Dabei gilt: Je genauer der Moment passt, umso stärker die jeweilige Energie. Natürlich genügt in Ausnahmefällen der passende Tagesregent, allerdings sollte doch zumindest auch der Mondstand berücksichtigt werden. Am Anfang mag Dir das vielleicht umständlich oder gar kompliziert erscheinen aber wenn Du Dich darauf einlässt, verspreche ich Dir eine Bereicherung Deines Alltags!

Die Monate

Die Monatsenergien ergeben einen Lauf durch den Jahreskreis und beziehen sich immer auf die Mondphasen. So wirkt die jeweilige Energie immer von Neumond zu Neumond mit der Kraft des jeweils eingeschlossenen Vollmondes.

Januar – Wolfsmond
Mit dem ersten Vollmond im Jahr werden die Tage zwar schon wieder spürbar länger, aber noch herrscht – meist eisige – Kälte. Immer noch regeneriert sich die Natur im Verborgenen, doch wissen wir, dass unter der Erde schon neues Leben beginnt. Jetzt ist die richtige Zeit für Planungen, Visionen und Vorbereitungen.

Februar – Sturmmond
Und endlich sind sie da: Die ersten Vorboten des nahenden Frühlings zeigen sich. Haselnuss, Weidenkätzchen und vereinzelte Schneeglöckchen lassen die nahende Fülle erahnen. Die neue, frische Kraft wird langsam sichtbar und energetisch fühlbar.

März – Saatmond
Die Natur erwacht nun endgültig, was man auch deutlich sehen und mit allen Sinnen erleben kann. Es ist dennoch eine Zeit des Kampfes, denn der Winter will seine Herrschaft scheinbar nicht hergeben. Trotzdem siegt das Licht über die Dunkelheit, denn die Tage werden nun wieder länger.

April – Frühlingsmond
Die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite: Überall blüht und grünt es, es ist die Zeit der größten Fruchtbarkeit. Trotzdem wollen Pflanzen gehegt, Felder beackert werden und auch unsere Pläne und Vorhaben brauchen Pflege, damit sie nicht „ins Kraut schießen“.

Mai – Liebesmond
Blüten an Sträuchern und Bäumen verblühen, der Grundstein für die Erneuerung des Lebens ist damit gelegt. Es beginnt die Zeit der Liebe und Harmonie. Die Natur ist scheinbar in absoluter Balance: Die Kälte des Winters ist vorbei (auch nachts) und die Hitze des Sommers ist noch nicht angekommen.

Juni – Honigmond
Die Natur geht ihrem Höhepunkt entgegen, die Bienenstöcke sind mit süßem Honig gefüllt. Die Tage sind nun am längsten im Jahr. Wir Menschen streben nach Freiheit und Zeit unter freiem Himmel. Energetisch geht es um Expansion, Ausdehnung und Fülle.

Juli – Kräutermond
Der Höhepunkt des Jahres ist zwar bereits vergangen, doch erleben wir jetzt die größte Fülle. Überall finden wir Früchte, Getreide und Gemüse, gleichbedeutend mit Zufriedenheit und Wohlstand. Auch energetisch können wir noch aus dem Vollen schöpfen.

August – Getreidemond
Es ist Erntezeit. Das Alte ist verbraucht und es wird Zeit für die neue Ernte. Die Lager füllen sich. Es ist der Monat des Sammelns und Erntens. Aber auch der Planung: Denn im geernteten Korn und der toten Pflanze lebt bereits das Versprechen auf die Fülle im nächsten Jahr.

September – Erntemond
Was im August begann, wird fortgesetzt. Vorräte werden angelegt. Auch energetisch können wir uns jetzt einen Vorrat für die kommende „dunkle Zeit“ zulegen, aus dem wir dann später schöpfen können.

Oktober – Jagdmond
Es beginnt die Vorbereitung für die dunkle Jahreszeit. Es wird gejagt, die Vorräte werden geprüft und gegebenenfalls ergänzt. Es ist die Zeit der Übergänge und mit den Herbststürmen beginnt auch die Herrschaft des Winters.

November – Schneemond Die Ruhephase der Natur beginnt, alles zieht sich in den Schoß der Erde zurück, wo es sich regenerieren und Kraft für das nächste Jahr schöpfen kann. Es ist außerdem die Zeit der Bilanz: Was ist gewachsen? Was ist verloren gegangen? Was ist für eine bessere Ernte im nächsten Jahr nötig?

Dezember – Eichenmond
Es ist die dunkelste Zeit des Jahres, gleichzeitig aber nimmt das Licht wieder zu, die Tage werden kaum merklich länger. Es ist die Zeit der Hoffnung und Wiedergeburt.

Der Mond

Der Mond und seine Veränderungen dürfte zu den ältesten Wissenschaften der Welt gehören. Zwar weiß niemand so genau, wann die ersten Menschen bewusst in den Himmel geschaut und sich Gedanken über die Mondwanderungen gemacht haben, allerdings ist bekannt, dass es schon vor ca. 100.000 Jahren die ersten Astronomen gab, denen die wechselhaften Phasen des Mondes aufgefallen sind. Den Steinzeit-Menschen blieb dann wohl auch nicht lange verborgen, dass die Zeitspanne von Vollmond zu Vollmond – also ca. 29 Tage – erstaunlich gut mit der Dauer des weiblichen Zyklus übereinstimmt. Auf mehr als 30.000 Jahre alten Höhlenzeichnungen sind Frauen als Fruchtbarkeitsgöttinnen gemeinsam mit dem Mond erkennbar. Man ging ebenso davon aus, dass der zu- bzw. abnehmende Mond die Energien auf der Erde verändert.

Vollmond
Der volle Mond eignet sich für alle Arten von Ritualen. Er hat besonders viel Energie. Der Vollmond ist der Höhepunkt der möglichen Energie. Mehr geht nicht. Die Vollmondenergie beginnt ca. 24 Stunden vor dem eigentlichen Vollmondzeitpunkt und endet ca. 24 Stunden danach.

Abnehmender Mond
Bei abnehmendem Mond nimmt auch die Energie ab – es sollten also Rituale gewirkt werden, bei denen etwas weniger werden soll.

Neumond
Es war lange Zeit verpönt, den Neumond für Rituale zu verwenden, weil man glaubte dass auch der Mensch pausieren sollte, wenn der Mond sich eine Pause gönnt. Allerdings eignet sich diese Zeit sehr gut für Neuanfänge aller Art und die innere Einkehr.

Zunehmender Mond
Der zunehmende Mond eignet sich für Rituale, bei denen etwas mehr werden oder wachsen soll.

Die Tagesregenten

Jedem Tag ist ein Planetenherrscher zugeordnet, der die Tagesqualität definiert. Dieser sollte mindestens berücksichtigt werden, wenn man ein Ritual oder ähnliches durchführen möchte. Zudem kann es hilfreich sein, auch für wichtige Projekte und Termine den richtigen Start- oder Zeitpunkt zu suchen, um eben die jeweiligen Energien und deren Potenziale auszuschöpfen.

Zwar gibt es verschiedene Theorien, dass ein “Hexentag” mit dem Sonnenuntergang des vorangegangenen Tages beginnen würde, doch geht diese Sichtweise eher auf die jüdischen (und später christlichen) Traditionen der Sabbate zurück, die bereits ab Sonnenuntergang des Vortages gefeiert werden – z. B. das Weihnachtsfest mit dem Heiligen Abend zuvor.

Montag – Der Mond
Der Planetenherrscher am Montag ist – wie man am Namen schon hören kann – der Mond. Der Mond steht für Weiblichkeit, Intuition und Spiritualität. Daher ist der Mondtag ganz besonders für Termine geeignet, in denen Dein Bauchgefühl eine wichtige Rolle spielt. Dies birgt natürlich auch die Gefahr, sehr sensibel und weich zu wirken und zu agieren. Daher ist der Montag für Verhandlungen und Konflikte aller Art nicht gut geeignet.

Dienstag – Der Mars
Im französischen Wort für Dienstag “mardi” hört man die Herkunft noch: Dienstag ist Mars-Tag. Der Mars steht für energische Energien, Mut und Tatkraft. Er ist der perfekte Tag für Gespräche, bei denen man mal auf den sprichwörtlichen Tisch hauen muss. Auch Termine, für die man Mut aufbringen muss, sind am Dienstag perfekt gelegt. Verhandlungstermine bei denen Geschick gefragt ist oder Projekte bei denen Du Dich etwas zurücknehmen solltest, sind an einem anderen Tag besser aufgehoben.

Mittwoch – Der Merkur
Merkur steht für Kommunikation und Verhandlungen. All das, wo es um Kompromisse geht, darf gern auf den Mittwoch gelegt werden. Der negative Aspekt besteht darin, dass man eventuell zu schnell nachgibt oder sich zu leicht auf Zugeständnisse und Vergleiche einlässt.

Donnerstag – Der Jupiter
Im deutschen Wort Donnerstag wird dem nordischen Gott Donar (Thor) gedacht, der Herrscher des Tages ist jedoch Jupiter – wie man im französischen “jeudi” noch hören kann. Jupiter ist der Glücksplanet, er stärkt finanzielle und berufliche Situationen, ist aber generell der “Erfüller”. Die Schwäche dieses Tages liegt in der unreflektierten Freigiebigkeit und der Gefahr, an diesem Tag etwas ausgenutzt zu werden.

Freitag – Die Venus
Venus, die Göttin und der Planet der Liebe! Alles, was mit Liebe, Zuneigung und Harmonie zu tun hat, sollte an einem Freitag geschehen – so z. B. erste Dates, Hochzeiten, Verlobungen etc. Der Freitag ist der romantischste aller Tage. Allerdings läuft man Gefahr, vieles durch die sprichwörtliche rosarote Brille zu sehen.

Samstag – Der Saturn
Zwar ist die Angst vor dem Saturn als Spielverderber-Planet unbegründet, doch ist die Energie des ständigen Hinterfragens nicht zu unterschätzen. Dinge, die zu Ende gehen sollen, sollten an einem Samstag erledigt oder zumindest begonnen werden. Daher sollten Ehen möglichst nicht an diesem Tag geschlossen werden.

Sonntag – Die Sonne Der letzte Tag der Woche steht dann unter der Herrschaft der Sonne. Diese steht zum einen für männliche und kraftvolle Energien, zum anderen aber auch für Vitalität und Strahlkraft. Allerdings kann ein zu helles Licht leicht auch andere Dinge überstrahlen – zum Vor- aber auch zum Nachteil.

Nun gibt es zusätzlich noch die Stundenregenten, die je nach Wochentag und Uhrzeit verschieden sind. Jedoch führt das hier zu weit und erschwert denen, die gerade erste Schritte im Bereich der Rituale gehen, zusätzlich den Einstieg. Bei Bedarf sind entsprechende Tabellen auf Anfrage kostenfrei bei mir via Email zu bekommen.

Ich selbst beachte die oben genannten Energien für meine Jahres-, Monats- und Wochenplanung. Probiert das doch mal aus und verratet mir, wie Ihr das umsetzen könntet.

Last-minute Imbolc-Ritual

Um den 1. Februar herum feiern die Hexen das Imbolc-Fest. Die schlafende Natur wird von der Göttin geweckt und das Leben kehrt – zunächst noch bis Ostern verborgen im Bauch von Mutter Erde – zurück. Es ist die Zeit der großen Reinigung, des neuen Lichtes und der Freude.

Ich habe in der vergangenen Nacht gefeiert und freue mich heute an der neuen Energie. Hast Du auch schon ein Ritual durchgeführt? Wenn nicht, habe ich hier ein **Last-Minute-Imbolc-Ritual** für Dich. Die Zutaten dazu hast Du bestimmt zu Hause.

Du benötigst: Ein Glas, Salz, ein weißes Teelicht, Lorbeerblätter und eine Kräuter- oder Räuchermischung zum Thema Reinigung. Fehlt Dir diese Räuchermischung? Kein Problem. Du kannst es mit getrocknetem oder frischen Rosmarin und Lavendel aus Deiner Küche ersetzen.

Das Salz kommt zuerst ins Glas, dann die Kräuter darauf und oben drauf die Teekerze. Dann entzündest Du die Kerze und gehst mit dem Glas durch alle Räume. Lass das Licht des Neuanfangs allen alten Kummer vertreiben und Deine Seele erleuchten.

Im Jahreskreis folgt: Samhain

Samhain ist ein Mondfest. Nach dem Kalender wird es in der Nacht vom 31.10. auf den 1.11. gefeiert. Bei der Betrachtung der Aspekte von Samhain bin ich allerdings der Meinung, dass dieses Fest zum folgenden Neumond gefeiert werden sollte.

Es ist das letzte bzw. erste Fest im Jahreskreis, sozusagen das Hexen-Neujahr. Die Grenzen zwischen unserer Welt und der Anderswelt sind in dieser Zeit besonders dünn – die Menschen können leichter in die Anderswelt hinüberschauen, die Wesen von dort gelangen leichter zu uns.

Andere Bezeichnungen für Samhain sind: Halloween (All Hallows Eve – Allerheiligen-Abend), Allerheiligen (1.11.) und Allerseelen (2.11.) sind die christlichen Pendants. Germanisch wird die Winternacht gefeiert. Bei allen handelt es sich um Totenfeste um die Ahnen zu ehren.

Das wichtigste Thema von Samhain ist der Kontakt zu den Ahnen. Diesen Kontakt aufzunehmen und die Ahnen regelmäßig zu ehren war und ist in allen Kulturen ein wichtiger Bestandteil.Viele setzen sich heute nicht mehr mit diesem Thema auseinander, aber dieses Fest kann Anlass sein, die Angst vor dem Tod abzulegen und sich mit diesem Thema als Neuanfang/ Übergang zu befassen und ihn als Teil des Lebens anzunehmen.

Die dunkle Jahreszeit kann sehr gut genutzt werden, sich mit seinen eigenen dunklen Aspekten zu beschäftigen. Auch kann man nun gut Pläne für das neue Jahr schmieden.

Bräuche waren und sind unter anderem, beim Essen ein zusätzliches Gedeck für die Ahnen aufzustellen, Gräber besonders schmücken, Räucherungen und Kerzen und Essen und Trinken um die umherziehenden Geister zu ehren und zu stärken. Daher kommt auch der Halloween- Brauch der Kinder des Bettelns um Süßigkeiten.

Samhain ist hervorragend für Prophezeiungen und Orakel geeignet. Den Altar kann man mit Eibenzweigen, Efeuranken, Thuja und Fotos seiner Ahnen schmücken. Als Opfergaben eignen sich besonders Kürbiskerne, Nüsse, Obst, ein Teller mit Essen und ein Glas Wein für die Ahnen.

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