Von Neujahrsritualen und guten Anfängen - Stefanie Gralewski

Von Neujahrsritualen und guten Anfängen

Meine Großmutter hat mir schon als ich ein kleines Kind war eingeschärft: „Das, was Du am Neujahrstag tust, tust Du das ganze Jahr!“ Also ist es bei uns heute noch Brauch, eine Art Schnelldurchlauf des Jahres am 1. Januar zu zelebrieren. Wir treffen uns mit Freunden und Familie (oder telefonieren zumindest), verbringen Zeit mit den Kindern und auch allein mit dem Liebsten. Ich arbeite eine Stunde, wir gehen spazieren und freuen uns an der gemeinsamen Zeit. Auch das gemeinsame Essen finden wir wichtig. Aber Achtung: Einem alten Glauben nach, darf es am Neujahrstag kein Geflügel zu essen geben, weil sonst das Glück davon fliegt.

Tag der Göttin Nanshe

Der 1. Januar ist auch der Tag der babylonischen Göttin Nanshe. Diese Wassergöttin schaut dem Mythos nach am Neujahrstag auf das vergangene Jahr und beurteilt die Taten der Menschen. Und auch wir können diesen Tag ebenso wie Nanshe für eine Bilanz und Neuausrichtung nutzen. Nimm Dir etwas Zeit und überdenke das vergangene Jahr: Was hat Dich glücklich gemacht? Wofür bist Du dankbar? Notiere all das auf einen Zettel, den Du dann zu einem Schiffchen oder zu einer Schale faltest. An einem fließenden Gewässer verabschiedest Du Dich vom Vorjahr, indem Du das Schiffchen mit ein paar Blüten und etwas Honig (für die Süße und die Schönheit des kommenden Jahres) dem Wasser übergibst. Dann wende Dich ab und heiße das neue Jahr voller Freude willkommen.

Dann lass los!

Ich bin überzeugt davon, dass dieses Abwenden (Loslassen!) der Schlüssel zu einem erfüllten neuen Jahr ist. Das alte Jahr ist vorbei und nicht mehr zu ändern. Egal ob wir es als gut bewerten oder eher nicht. Jede Minute „Hätte ich mal…“ oder „Ich hätte besser nicht… “ verschwendet eine Minute der Zeit, in der ich es besser hätte machen können. Wie Du vielleicht in einem meiner vorigen Blogartikel gelesen hast, bin ich ein großer Fan von Hal Elrod und seinem „Miracle Morning“. Im Buch dazu schreibt er: „Wichtig ist, zwischen Verantwortung und Schuld zu differenzieren. Die Schuld trägt der, der Schuld hat; Verantwortung hingegen trägt der, der entschlossen ist, Dinge zum Positiven zu wenden. Am Beispiel meines Unfalls: Schuld daran war der betrunkene Pickup-Fahrer; die Verantwortung dafür, mir von diesem Unfall nicht das Leben zerstören zu lassen, hatte ich.“ Wenn wir nun also unabhängig von der Schuldfrage Verantwortung für unser Leben und vor allem unser Glück übernehmen, dann MUSS das neue Jahr ein großartiges werden!

Also: Wie beginnst Du das neue Jahr?

Stefanie Gralewski

Ich bin Stefanie Gralewski und das hier ist mein Blog. Es ist kein Anleitungsblog, nicht gefüllt mit Weisheiten oder weltbewegenden Themen. Ich teile hier meine Gedanken, Ansichten und Ideen mit dem, der es lesen möchte. Mein Alltag ist zuweilen anstrengend, magisch, nachdenklich, lustig – aber immer voller Neugier auf das Leben.

  • Margit sagt:

    Liebe Stefanie, ein ganz wunderbarer Gedanke, das neue Jahr am 1. Jänner quasi im Schnelldurchlauf zu erleben. Ich habe das intuitiv getan, denn deinen Artikel habe ich erst heute, am 2. Jänner gelesen. 😍 Dir und Deiner Familie ein Jahr voller Glück, Freude und magischer Leichtigkeit! Alles Liebe Margit

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